Vortrag "Aus der Geschichte lernen? Die alte Euthanasie-Diskussion und die neue Sterbehilfe-Debatte"

18.05.2021

Gedenkstein vor der Kaufmännischen Direktion des Universitätsklinikums am Maximiliansplatz 2 in Erlangen

  • Eine Veranstaltung aus der Veranstaltungsreihe „NS-Euthanasie in den mittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalten“ des Bezirks Mittelfranken
  • Dienstag, 18.05.2021, 18 Uhr
  • Referent: Dr. Michael Wunder (Leiter Beratungszentrum Alsterdorf, ehem. Mitglied des Deutschen Ethikrates, Hamburg)
  • Die Veranstaltung findet online über die Software Go To Meeting statt.
  • Eintritt frei!

Wissens­wertes

Am Anfang der alten Euthanasie-Diskussion Ende des 19. Jahrhunderts stand die Forderung des "Rechts auf den Tod". Diejenigen, die "unrettbar verloren" waren und ihr Leben für "lebensunwert" hielten, sollten auf ihre persönliche Bitte hin eine Todesspritze bekommen können. Aber auch diejenigen, die einen solchen Wunsch nicht äußern konnten, sollten, wenn andere ihr Leben für "lebensunwert" hielten, von ihrem Leiden erlöst und getötet werden dürfen.

Im Nationalsozialismus wurde diese Doppeldeutigkeit zum Mordprogramm an hunderttausenden Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung. Ist die heutige Debatte um Sterbehilfe, um Tötung auf Verlangen und um das Recht auf Suizidbeihilfe tatsächlich aus dem Schatten der Geschichte herausgetreten? Oder drohen uns die alten Fragen von Selbst- und Fremdbestimmung, von der Tötung auf eigenes oder auf Verlangen anderer wieder einzuholen?

Referent

Dr. Michael Wunder
(Leiter Beratungszentrum Alsterdorf, ehem. Mitglied des Deutschen Ethikrates, Hamburg)

 

Bitte beachten Sie: 

Die Veranstaltung findet ausschließlich online über die Software Go To Meeting statt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie am Tag der Veranstaltung einen Zugangslink zur Online-Veranstaltung. 

Informationen zur Veranstal­tungs­reihe des Bezirks Mittelfranken

Mit der bis in den Sommer 2021 hineinreichenden Veranstaltungsreihe "NS-Euthanasie in den mittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalten" erinnert der Bezirk Mittelfranken an die Frauen, Männer und Kinder, die in den 1940er-Jahren im Rahmen der "Euthanasie"-Programme von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Flyer zur Veranstaltungsreihe

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