Vortrag "Deutsche Psychiatrie zwischen den Weltkriegen"

28.06.2021

Gedenkstein vor der Kaufmännischen Direktion des Universitätsklinikums am Maximiliansplatz 2 in Erlangen

  • Eine Veranstaltung aus der Veranstaltungsreihe „NS-Euthanasie in den mittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalten“ des Bezirks Mittelfranken
  • Montag, 28.06.2021, 18 Uhr
  • Referent: apl. Prof. Hans-Walter Schmuhl (Universität Bielefeld)
  • Ort: Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, Nürnberg, Pirckheimersaal
  • Eintritt frei!

Wissens­wertes

In den zwei Jahrzehnten zwischen den Weltkriegen war die Psychiatrie in Deutschland von zwei gegenläufigen Strömungen geprägt. Einerseits herrschte Aufbruchstimmung, schienen neue Therapieformen, von der systematischen Arbeitstherapie über die offene Fürsorge bis hin zu den in den 1930er Jahren entwickelten Krampf- und Schockbehandlungen, Wege aus dem "therapeutischen Nihilismus" der Vergangenheit zu weisen. Andererseits wurde das Lebensrecht psychisch kranker und geistig behinderter Menschen durch das Hungersterben im Ersten Weltkrieg, die neue "Euthanasie"-Debatte, die Eugenik, die Krise des Weimarer Wohlfahrtsstaates und schließlich die NS-"Erbgesundheitspolitik" radikal in Frage gestellt. Die Dialektik von "Heilen und Vernichten" mündete schließlich in den hunderttausendfachen Mord an Psychiatriepatientinnen und -patienten während des Zweiten Weltkrieges.

Referent

apl. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl
Universität Bielefeld

Informationen zur Veranstal­tungs­reihe des Bezirks Mittelfranken

Mit der bis in den Sommer 2021 hineinreichenden Veranstaltungsreihe "NS-Euthanasie in den mittelfränkischen Heil- und Pflegeanstalten" erinnert der Bezirk Mittelfranken an die Frauen, Männer und Kinder, die in den 1940er-Jahren im Rahmen der "Euthanasie"-Programme von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Flyer zur Veranstaltungsreihe

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