Gemeinsam forschen – gemeinsam handeln

Das Forschungsteam

Von links nach rechts: Andreas Jakob, Susanne Ude-Koeller, Robert Davidson, Dorothea Rettig, Michèle Fink, Karl-Heinz Leven, Marion Voggenreiter, Fotografin: Renate Rittner

Karl-Heinz Leven

Karl-Heinz Leven ist Professor für Geschichte der Medizin und seit 2009 Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der FAU Erlangen-Nürnberg. Zu seinen Forschungsgebieten gehört seit vielen Jahren die Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus.

Susanne Ude-Koeller

Susanne Ude-Koeller, Dr. phil., ist seit Oktober 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der FAU Erlangen-Nürnberg und verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung quellenbasierter Forschung zur NS-Medizin.

Zur Vertuschung der NS-Verbrechen sind kurz vor Kriegsende unzählige Aktenbestände vernichtet worden. Auch die Opfer der NS-Krankenmorde sollten in 'Vergessenheit' geraten. Die Projektarbeit stellt einen Versuch dar, dem 'Vergessen' das 'Erinnern' entgegenzustellen.

Michèle Fink

Michèle Fink, M. A., ist Lehramtsassessorin an Gymnasien in den Fächern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, hat ein Master-Studium in Geschichte absolviert und ist seit September 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichte der Medizin der FAU Erlangen-Nürnberg im Projekt "NS-'Euthanasie' in Erlangen" tätig.

Menschen, die sich im Rahmen der NS-Euthanasie nicht zur Wehr setzen konnten und ungehört blieben, eine Stimme geben.

Marion Voggenreiter

Marion Voggenreiter, M. A., hat ein Studium für Lehramt an Grundschulen mit dem Unterrichtsfach Geschichte sowie ein Master-Studium in Geschichte absolviert und ist seit Oktober 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Geschichte der Medizin der FAU Erlangen-Nürnberg im Projekt "NS-'Euthanasie' in Erlangen" tätig.

Die NS-Medizinverbrechen in Erlangen fanden innerhalb eines vielschichtigen Netzwerkes verschiedenster Institutionen (Heil- und Pflegeanstalt, Universitätskliniken, Universität, Stadt und Stadtgesellschaft) statt. Diese Verflechtungen zu untersuchen und dabei durch die Rekonstruktion einzelner Patient*innenschicksale den abstrakten Opferzahlen individuelle Gesichter zu verleihen, hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt.

Robert Davidson

Robert Davidson studierte zunächst an der Universität Mozarteum in Salzburg, wo er ein Bachelor- und Masterstudium absolvierte. 2015 begann er sein Medizinstudium an der FAU und forscht seit nunmehr zwei Jahren als Doktorand bei Prof. Dr. med. Karl-Heinz Leven zum Thema "Gustav Kolb und die Reformpsychiatrie in Erlangen".

Den Entwicklungsgang der Erlanger Reformpsychiatrie, die zunächst eine freiheitlichere Versorgung von Psychiatriepatienten zu realisieren versuchte, um im weiteren Verlauf zu einer, sich primär der Sozialhygiene und schließlich der Rassenhygiene verpflichteten Kontroll- und Überwachungsinstanz zu werden, nachzuzeichnen und Erklärungsansätze aufzuzeigen.

Andreas Jakob

Andreas Jakob, Dr. phil., ist seit 2007 der Leiter des Stadtarchivs Erlangen. Zu seinem Forschungsgebiet gehört die Stadtgeschichte einschließlich der Universitäts-, jüdischen und NS-Geschichte.

Dorothea Rettig

Dorothea Rettig M.A. ist Historikerin und seit 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtarchiv Erlangen. Im Forschungsprojekt NS-"Euthanasie" in Erlangen  gilt ihr Interesse vor allem der Frage, welche Verbindungen es zwischen der Anstalt und der Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft gegeben hat.

Maximilian Vitzthum

Maximilian Vitzthum, B.A., ist Masterstudent der Digital Humanities und hat zuvor ein Bachelor-Studium der Geschichte und der Digital Humanities absolviert. Seit April 2021 ist er als studentische Hilfskraft zur Administration der von ihm entwickelten Forschungsdatenbank und zur Datenanalyse im Projekt „NS-‚Euthanasie‘ in Erlangen“ tätig.